Aschura Tag

Aschura – Eine Tradition des Teilens und der Dankbarkeit

Die Bedeutung von Aschura

Aschura ist eine der ältesten überlieferten Speisen aus Anatolien und dem Nahen Osten. Sie steht für Dankbarkeit, Neubeginn und das Miteinander von Menschen, die ihre Freude und Hoffnung miteinander teilen. Der Aschura‑Tag fällt im islamischen Mondkalender auf den 10. Tag des Monats Muharram – im Jahr 2026 am 25. Juni.

Aschura als „Noah’s Pudding“

Die Nuh‑Erzählung im islamischen Verständnis

In vielen Sprachen wird Aschura auch „Noah’s Pudding“ genannt. Diese Bezeichnung knüpft an die im Koran erzählte Geschichte von Nuh (Noah) an: die große Flut, die Rettung der Gemeinschaft und der Neubeginn, nachdem das Schiff festen Boden erreichte.

Dass Aschura mit Nuh in Verbindung gebracht wird, ist eine kulturell gewachsene Deutung. Der Koran erwähnt kein Gericht, doch in vielen Regionen wird erzählt, dass die Menschen nach der Rettung aus den verbliebenen Vorräten ein gemeinsames Essen zubereiteten – als Ausdruck von Dankbarkeit und Zusammenhalt.

Was steckt in Aschura?

Zutaten und Vielfalt

Aschura wird aus vielen verschiedenen Zutaten gekocht: Weizen, Kichererbsen, Bohnen, Nüsse, Trockenfrüchte und Gewürze. In vielen Regionen wird sie als Süßspeise zubereitet, doch es gibt auch Traditionen, in denen weniger oder gar kein Zucker verwendet wird.

Die Vielfalt der Zutaten steht symbolisch für die Vielfalt der Menschen: unterschiedlich, aber gemeinsam etwas Gutes bildend.

Wie wird Aschura gefeiert?

Teilen als Geste der Verbundenheit

Aschura wird traditionell an Nachbarinnen und Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen oder an Menschen im eigenen Umfeld verschenkt. Man klingelt an einer Tür, überreicht eine Schale und teilt ein paar warme Worte.

Diese einfache Geste schafft Nähe, öffnet Türen und lädt zu Begegnungen ein – unabhängig von Sprache, Herkunft oder Glauben. Aschura erinnert daran, dass Gemeinschaft durch kleine Gesten entsteht und dass Teilen ein Zeichen von Menschlichkeit ist.

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